E-Commerce 2023: Die 9 wichtigsten Trends im Überblick
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E-Commerce 2023: Die 9 wichtigsten Trends im Überblick

Weil Hellsehen eine übernatürliche Fähigkeit ist, die wir momentan (noch) nicht besitzen, können wir eigentlich nur mutmaßen, was uns 2023 im E-Commerce erwarten wird.
Schließlich ändert sich das Kaufverhalten der Konsumenten/innen praktisch von Jahr zu Jahr. 2023 betreffend spielen die aktuelle Wirtschaftslage bzw. die unverändert anhaltende Inflation eine entscheidende Rolle: Einerseits reduzieren die Konsumenten/innen ihre Ausgaben, um essenzielle Bedürfnisse abdecken zu können, andererseits sind sie besonders preissensitiv und passen ihr Einkaufsverhalten dementsprechend an.

Davon unabhängig erwarten wir – und verlassen uns dabei nicht nur auf unsere eigenen Erfahrungen, sondern auch auf namhafte Experten/innen – für 2023 einige Neuerungen und/oder technologische Innovationen, die wir auch in Bezug auf unseren eigenen Online Shop radbag versuchen werden umzusetzen.

Welche E-Commerce Trends 2023 erwarten uns nun?

Personalisierung im E-Commerce 2023

Gezielte Empfehlungen für Kunden/innen auf der Basis ihrer Aktivitäten sind ein Trend, der vor dem Hintergrund einer immer umfassenderen Datennutzung und der Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz stark zunehmen wird. Ziel ist es, eine engere Beziehung zwischen E-Commerce-Unternehmen und Kunden aufzubauen und auf Basis des individuellen Kundenverhaltens die Folgeumsätze zu steigern. Gängige Methoden, um das zu erreichen, sind etwa personalisierte Produktempfehlungen, gezielte Marketingkampagnen oder kundenspezifische Website-Layouts.

Da die Verbraucher/innen mehr und mehr nach einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Einkauferlebnis verlangen, werden E-Commerce- Unternehmen (bzw. der gesamte Online-Handel) viel mehr als bisher in die Personalisierung investieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wir von MH direkt sind in dieser Hinsicht – könnte man sagen – ja “Trendsetter”.

Seit 2017 bieten wir in unserem Online Shop radbag personalisierbare Produkte an (begonnen haben wir mit einer einfachen Tasse; mittlerweile ist daraus ein ganzes Sortiment geworden); gleichzeitig versuchen wir, das Einkaufen selbst zu verbessern und vor allem zu vereinfachen – etwa mittels automatischer Gesichtserkennung, dem automatischen Entfernen von Hintergründen, einfach zu bedienender Editoren etc. Bei derartigen Maßnahmen werden Technologien wie Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR) eine immer größere Rolle spielen. Vielen E-Commerce Händlern ist es schon gelungen, derartige Services auf ihren Websites bzw. in ihren Handy-Apps zu integrieren. Große Player wie IKEA ermöglichen potenziellen Käufern/innen mithilfe von AR, die Produkte virtuell in den eigenen vier Wänden zu platzieren.

So weit sind wir zwar noch nicht, doch auch wir werden versuchen, den Fokus zeitnah auf solche Innovationen zu richten. Ob und wann das klappt, werden wir sehen 😉

Personalisierte Produktempfehlungen

Dazu bedarf es natürlich auch immer gezielterer Marketing-Kampagnen. Daher sammeln auch wir anonymisiert Daten über das Verhalten von Kunden/innen auf unserer Website, das letztendlich zum Kauf führt.

Ein Beispiel: Der/die Kunde/in sucht in einer bestimmten Kategorie nach einem bestimmten Begriff – auf Basis der Ergebnisse sehen wir uns an, was letztlich bestellt wurde. Diese Daten wiederum benutzen wir, um bestimmte Produkte für neue Nutzer/innen in den Suchergebnissen vor zu reihen, mit dem Ziel, die Relevanz der angezeigten Produkte zu erhöhen. Denn das ist letztlich das Entscheidende: Je relevanter das Angebot, desto höher die Kaufwahrscheinlichkeit. Das gilt natürlich nicht nur für „internes“ Marketing, sondern auch für bezahlte Anzeigen, etwa auf Facebook, Instagram oder ähnlichen Kanälen.

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Mobile E-Commerce 2023

Es ist kein Geheimnis, dass immer mehr Menschen mit ihren Smartphones auf Online-Shops zugreifen. Somit müssen sich E-Commerce-Unternehmen auf die zunehmende Nutzung von Smartphones einstellen und gleichzeitig ein bequemes und nahtloses Einkaufserlebnis für Kunden gewährleisten, indem sie ihre mobilen Services stets optimieren.

Auch wir tragen diesem Trend Rechnung, weshalb wir nicht nur unsere Website in Hinblick auf mobile Nutzung beständig optimieren, sondern höchstwahrscheinlich eine eigene App entwickeln werden. Davon versprechen wir uns schnellere Entscheidungsprozesse (und damit ein Umsatzplus) und vor allem auch noch mehr Effizienz bei personalisierten Produktempfehlungen wie Push-Benachrichtigungen und Ähnlichem. Denn je mehr die Kunden sich „abgeholt“ fühlen, als desto besser werden sie das Einkauferlebnis empfinden.

Ausbreitung von 5G und Auswirkungen auf  den E-Commerce ab 2023

Diese Technologie wird allein in Europa einen erheblichen Einfluss auf viele Unternehmen und so auch die Unternehmen im elektronischen Handel haben. Das hängt in erster Linie mit den schnelleren Download- und geringeren Latenzzeiten zusammen, die 5 G mit sich bringt. Die kürzeren Ladezeiten wirken sich vor allem auf interaktive Webseitenfunktionen positiv aus; gleiches gilt für Streaming-Funktionen wie VR oder AR (siehe oben).

Social (Media) Commerce

Dass beim Surfen im Internet heute bei den meisten Menschen mehrere Stunden “verloren” gehen, ist Studien zufolge kein Geheimnis mehr. Soziale Medien wie Facebook, Instagram und mittlerweile auch TikTok werden schon in den frühen Morgenstunden täglich zur Information oder zum allgemeinen Zeitvertreib genutzt.
Die Sozialen Medien und der E-Commerce zeigen sich in den letzten Jahren zunehmend miteinander verflochten, und die meisten Händler/innen müssen das im Marketingmix selbstverständlich berücksichtigen. Sie nutzen diese Kanäle zum einen zur einfacheren Kontaktaufnahme mit den Konsumenten/innen und zum anderen zur Umsatzsteigerung. (Checkouts, Produkt-Tags etc. wie beispielsweise auf Instagram ermöglichen es den Kunden/innen, Produkte direkt über die Plattformen zu erwerben.)

Ebenso werden Social-Media-Kanäle für den Kundenservice genutzt und bieten den Konsumenten/innen eine einfache, schnelle Möglichkeit, sich an den Support zu wenden, während die Unternehmen schneller auf Kundenanfragen reagieren können.

Genauso nutzen Unternehmen vermehrt Live Streaming- und Videofunktionen – etwa radbag mit seinen coolen Reels –, um auf den jeweiligen Plattformen ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren und so die Aufmerksamkeit potentieller bzw. bestehender Kunden/innen zu gewinnen.

Influencer Marketing

Zuerst eine kurze Begriffserklärung: “Influencer” sind Personen, die eine große Fangemeinde auf den Social-Media-Plattformen haben und dieser Fangemeinde in regelmäßigen Abständen etwas Wichtiges mitteilen 😉

Das nutzen E-Commerce-Unternehmen natürlich aus, indem sie Influencer als Werbeträger für ihre Marke und/oder ihre Produkte verpflichten.

Auch wir kooperieren mit Influencern – in erster Linie für produktorientiertes Marketing. Dabei handelt es sich meistens um Postings, in denen bestimmte Produkte, die zu der jeweiligen Community passen, empfohlen werden. Das klingt an sich zwar gut, ist aber mit einem gewissen Risiko verbunden. Schließlich gibt es immer mehr Fake Accounts oder Influencer mit gekauften Followern, die kaum für Umsätze sorgen. Was bei dieser Art von Social Media-Kooperation ebenfalls zu berücksichtigen ist, ist ein guter „Brand Fit“ (die authentische Repräsentation einer Marke), um von den Followern bzw. der Community auch ernst genommen zu werden. Zuletzt ist natürlich auch das jeweilige Image wichtig, das auf jeden Fall zur Marke passen muss.

Tatsache ist jedenfalls, dass – wenn man die genannten Faktoren berücksichtigt – Influencer Marketing heute aus dem E-Commerce nicht mehr wegzudenken ist und eine immer größere Rolle spielt.

Voice Commerce

Amazons Alexa oder der Google Assistant gewinnen im E-Commerce zunehmend an Bedeutung, denn immer mehr Nutzer/innen tätigen Einkäufe durch Sprachbefehle an die virtuellen Assistenten. Das bietet Unternehmen natürlich die Chance, ihre Produkte bzw. Dienstleistungen auf dieser speziellen Plattform zu bewerben. Anfangs war das mit ziemlich hohen Kosten verbunden und vor allem für kleinere Unternehmen kaum erschwinglich – doch durch die steigende Anzahl an entsprechenden Dienstleistern und die damit verbundene Konkurrenzsituation wird die Schwelle immer niedriger. Deshalb wird auch Voice Commerce für den E-Commerce 2023 ein Trend sein, den es zumindest zu beobachten gilt.

Nachhaltigkeit erneut Trend im E-Commerce 2023

Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema, das noch dazu ziemlich unterschiedlich gewichtet wird. Davon unabhängig gibt es im E-Commerce aber immer mehr Unternehmen, die sich der Tatsache bewusst sind, dass die negativen Umweltauswirkungen des Online-Handels durch energieeffiziente Betriebsabläufe, die Verwendung umweltfreundlicher Materialien sowie nachhaltige Verpackungen und einen weniger CO2-intensiven Transport verringert werden müssen.

Auch hier setzen Unternehmer/innen auf die neuesten Technologien wie KI (künstliche Intelligenz) oder maschinelles Lernen, um die Logistik zu optimieren und zusätzliche Transportemissionen möglichst gering zu halten.

Was für viele Unternehmen gilt, gilt auch für immer mehr Konsument/innen, die durchaus bereit wären, mehr Geld für nachhaltigere Produkte auszugeben. Seitens der Unternehmen bemüht man sich, darauf einzugehen, etwa durch die Verwendung nachhaltiger oder wiederverwertbarer Materiealien.

Allgemein kann man jedenfalls sagen, dass der nachhaltige Handel an Bedeutung zunimmt und – wenn auch nicht überall – den „schnelllebigen“ Handel in absehbarer Zeit überholen wird.

Auch wir als Unternehmen gehen natürlich auf die Wünsche unserer Kunden/innen ein und haben bereits einige Schritte in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt. Aus unternehmerischer Sicht hat uns beispielsweise der Umstieg auf die papierlose Kommissionierung gutgetan. Abgesehen von der Müllvermeidung hat uns das nämlich geholfen, unsere diesbezüglichen Prozesse um einiges effizienter zu gestalten. Ebenso achten wir als Fulfillment-Dienstleister und Shopbetreiber darauf, dass auch bei den Partnern, mit denen wir zusammenarbeiten, das Thema “Nachhaltigkeit” auf der Liste ganz oben steht.

Es gibt aber noch viel zu tun – so ehrlich muss man sein.

Zahlungsmethoden

Vor einigen Jahren war die Skepsis im Online-Handel bei diesem Thema noch viel größer. Mangelnde Sicherheit und die daraus resultierende Gefahr von Betrug machten den Konsumenten/innen zu schaffen.
Heutzutage nützt aber so ziemlich jede Bevölkerungsgruppe das Internet für Onlineeinkäufe. Zahlungsmethoden wie PayPal und Apple Pay werden immer beliebter und die Sicherheitsstandards immer besser. Zwei-Faktor-Authentifizierungs-Technologien oder Face ID sorgen für ein Mehr an Sicherheit und gleichzeitig immer reibungslosere und schnellere Transaktionen. 

Auf jeden Fall ist es für Shopbetreiber wichtig, auch in dieser Hinsicht flexibel zu sein: so bieten wir unseren Kunden/innen in unseren hauseigenen Shops grundsätzlich verschiedene Zahlungsmethoden an. Je nach Land können die Käufer/innen entscheiden, welche Zahlungsmethode sie wählen.

Am häufigsten ist nach wie vor die Kreditkartenzahlung, nicht zuletzt deswegen, weil sie in jedem Land verfügbar ist. Ähnlich sieht es bei Paypal aus, das zumindest in Österreich mit 20% Marktanteil die beliebteste Zahlungsmethode ist.

Andere Online-Bezahlsysteme sind oft länderspezifisch:

In den Niederlanden zum Beispiel bezahlt ein großer Teil der Käufer/innen mit “ideal” – einem Service, der der uns bekannten “Sofortüberweisung” ähnlich ist. In Belgien hingegen ist „Bancontact” ein weit verbreitetes Zahlungssystem, bei dem die Kunden/innen ihre Bancontact-Karte bzw. -App mit ihrem Bankkonto direkt verknüpfen.

Für unsere Schweizer Nachbarn haben wir kürzlich die Zahlungsmethode “TWINT” eingeführt, die dort besonders wichtig und populär ist und die Transaktionen mit den Schweizer Kunden/innen um einiges erleichtert. „TWINT“ bietet den Nutzern/innen die Möglichkeit, überall digital und bargeldlos zu bezahlen – ob im stationären oder im Online-Handel.
Allgemein gilt, dass alles, was mit dem Thema Bezahlung zusammenhängt, umfassend und gut kommuniziert werden muss, gerade, wenn es um die unterschiedlichen Zahlungsmethoden in verschiedenen Ländern geht. Das ist für die „Shopping Experience“ nämlich von entscheidender Bedeutung.

Virtuelle Währungen

Diese dürfen ebenso nicht außer Acht gelassen werden, da sie – wie etwa der Bitcoin – täglich gebräuchlicher werden. Allerdings spielen virtuelle Währungen bei den meisten E-Commerce-Unternehmen noch keine wesentliche Rolle. Die Hauptgründe dafür sind, dass die Währungen schnell schwanken können und die Kunden/innen noch nicht mit der Verwendung vertraut sind.
Es gibt dennoch bereits einige (wenige) europäische E-Commerce-Plattformen, die virtuelle Währungen als Zahlungsmittel akzeptieren, weswegen man erwarten kann, dass dieser Trend für den E-Commerce in naher Zukunft zunehmen wird.

Übersicht der Trends E-Commerce 2023

Hier nochmals alles übersichtlich zusammengefasst:

Ubersicht-E-commerce-trends-2023
Übersicht E-Commerce Trends 2023

Fazit

Wie man sieht, sind die Trends, die Experten/innen zufolge das Jahr 2023 im E-Commerce prägen werden, nicht unbedingt neu. Sie werden sich allerdings – vor allem bedingt durch neue Technologien – deutlich intensivieren. Das kann relativ schnell gehen, weshalb man sie, um wettbewerbsfähig bleiben zu können, stets im Auge behalten sollte.

Für uns stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, inwieweit wir diesen Trends (oder zumindest den wichtigsten unter ihnen) Rechnung tragen (können). Werden wir es schaffen, Apple Pay oder AR zu integrieren, unsere Marketingstrategien trendgerecht zu adaptieren oder noch nachhaltiger zu werden? Darüber werden wir am Ende des Jahres nochmals berichten.

Eines lässt sich jedenfalls jetzt schon sagen:  Die Art, wie Kunden/innen (auch bei uns) einkaufen, wird sich definitiv (von Jahr zu Jahr) ändern. Es bleibt also spannend.

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